Aspirantendasein beim RT 36 – Ein Interview mit drei neuen Tablern

Betrachtet man ausschließlich die Monate September – November 2015, dann hätte der RT 36 eine Quote von einem neuen Tabler pro Monat. Eine stolze Zahl angesichts der insgesamt sinkenden Zahlen aktiver Tabler in Deutschland. Der Bonner Tisch hat das Ziel der Expansion und Neutablergewinnung erfolgreich gestartet und innerhalb von drei Monaten drei neue Tabler gewinnen können. Wir haben Malte, Tobias und Carsten zum Interview gebeten und wollten wissen, wie sie die Zeit als Aspirant beim RT 36 erlebt haben.

aspiranten_tobiBeschreibe dich ganz kurz selbst (Name, Alter, Familie, Beruf, …)

Mein Name ist Tobias Weidmann, ich bin 38 Jahre alt, verheiratet, keine Kinder und leite den Kundenservice eines Fachverlags aus Köln.

Wie hast du von Round Table erfahren?

Ein Geschäftspartner – Henrik Adam vom RT 86 Wetzlar – erzählte mir davon. Ich war beeindruckt von dem Engagement und der Kreativität, mit der dort Charity angepackt wird.

Wie entstand der erste Kontakt zum Tisch?

„Meinen“ Präsidenten Alex Willkomm kenne ich noch aus der gemeinsamen Zeit bei der Bundeswehr. Wir waren beide Offiziere im Raum Köln/Aachen. Als wir uns dann nach Jahren wieder trafen, erzählte er gleich vom Round Table und schlug mich dort vor.

Wie hast du den ersten Tischabend erlebt?

Ich wurde sehr offen empfangen und war froh, dass so ein freundlicher Umgang gepflegt wird. Auf stocksteife Etikette hätte ich nämlich gut verzichten können. Mir fiel jedoch schon auf, dass dort „Macher“ an einem Tisch sitzen, die in ihren Jobs leitende Funktionen innehaben und eher Entscheidungen treffen, als Anweisungen zu erhalten. Entsprechend diskussionsfreudig wird sich auch an den Tisch-Themen beteiligt 🙂

An welchen Aktionen warst du während deiner Zeit als Aspirant beteiligt?

Beim „Hangelarer Spektakel“ haben wir Kaffee für den guten Zweck verkauft. Der Preis konnte selbst bestimmt werden, und so kam ein schönes Sümmchen für unser Partnerprojekt – die Heinrich-Hanselmann-Schule St. Augustin – zusammen.

Gab es während deiner Zeit als Aspirant ein bestimmtes Highlight oder ein Schlüsselerlebnis?

Als wir vor kurzem die fast 1.000 Geschenke für den Weihnachtspäckchenkonvoi umgepackt und für den Weitertransport vorbereitet haben, war ich schon beeindruckt. Zum einen von den Bonner Kindern, die mit viel Liebe Weihnachtsgeschenke für benachteiligte Kinder in Osteuropa gepackt haben und dabei ihr eigenes Eigentum herschenkten. Zum anderen aber auch von dem Ausmaß, den die Aktion einnahm. Wahnsinn, wie viel man schaffen kann, wenn alle an einem Strang ziehen und gemeinsam ein Ziel erreichen wollen.

Welchen Tipp oder Hinweis würdest du neuen Aspiranten geben?

Bei der Frage, ob man sich dem Round Table anschließen soll, empfehle ich, sich auf die Kerninhalte zu fokussieren. Wofür steht Round Table? Was schweißt diese Gruppe unterschiedlichster Charaktere an einem Tisch zusammen? Das Clubleben, das man bei den Tischabenden erlebt, würde ich bei der Entscheidungsfindung als nachrangig einstufen. Entscheidend ist auf`m Platz!

Was macht Round Table aus deiner Sicht so einzigartig? (z.B. im Vergleich zu anderen Service-Clubs?)

Die Hands-On-Mentalität: Wir sponsern keine Projekte, wir machen sie! Das schließt natürlich finanzielle Zuwendungen nicht explizit aus, aber ich finde toll, dass wir nicht als stille Mäzene unser Gewissen durch Öffnen der Brieftasche beruhigen, sondern einfach machen. Adopt, adapt, improve!

 

 

aspiranten_malteBeschreibe dich ganz kurz selbst (Name, Alter, Familie, Beruf, …)

Malte Skischus, 37 Jahre alter Zahnarzt, Lebe unverheiratet mit der Mutter meiner Tochter und meines Sohnes unter einem Dach.

Wie hast du von Round Table erfahren?

Ein Schulfreund aus Bremen (RT 96), hat mich an die Idee von Round Table herangeführt und mich auch schon zu diversen öffentlichen Veranstaltungen des RT 96 eingeladen, unter anderem zu deren Galabällen.

Wie entstand der erste Kontakt zum Tisch?

Durch  die Annoncierung des o.g. Freundes  beim RT 36. Danach hat der Präsident Kontakt mit mir aufgnommen.

Wie hast du den ersten Tischabend erlebt?

Ich hatte mich auf ein hochoffizielles Gabelessen eingestellt und habe dann ein sehr lockeren, entspannten und informativen Abend erlebt.

An welchen Aktionen warst du während deiner Zeit als Aspirant beteiligt?

Leider gab es in meiner Aspirantenzeit keine Aktionen.

Gab es während deiner Zeit als Aspirant ein bestimmtes Highlight oder ein Schlüsselerlebnis?

Das aufgeschlossene Entgegenkommen aller Tischmitglieder.

Welchen Tipp oder Hinweis würdest du neuen Aspiranten geben?

Sich gut zu überlegen, ob ein reges Teilnehmen auch an den Aktionen möglich ist.

Was macht Round Table aus deiner Sicht so einzigartig? (z.B. im Vergleich zu anderen Service-Clubs?)

Dass bei RT es mehr um die Man-Power geht als um den Geldbeutel.

 

 

aspiranten_carstenBeschreibe dich ganz kurz selbst (Name, Alter, Familie, Beruf, …)

Ich heiße Carsten Stuwe, bin 29 Jahre jung und arbeite als IT-Berater bei einem mittelständischen Beratungsunternehmen im Bereich Customer Relationship Management. Ich bin ledig, habe keine eigenen Kinder, bin aber sehr stolzer Patenonkel.

Wie hast du von Round Table erfahren?

Eine gute Freundin von mir war Präsidentin beim Ladies Circle 42 in Ostwestfalen und hat mich zu diversen Events eingeladen oder mir davon berichtet. Sie brachte mich auf die Idee mich in meiner Freizeit bei Round Table (also quasi dem Bruderclub von Ladies Circle) und somit für soziale Projekte zu engagieren.

Wie entstand der erste Kontakt zum Tisch?

Als ich mich dafür entschied mich bei Round Table zu engagieren, wohnte ich noch in Paderborn. Allerdings war damals schon absehbar, dass ein Umzug bevorstehen könnte, sodass eine Anfrage beim Tisch dort wenig Sinn gemacht hätte. Als der Umzug nach Bonn dann beschlossene Sache war, habe ich den Tisch vor Ort über die Homepage kontaktiert und angefragt, ob sie denn Verstärkung gebrauchen könnten.

Wie hast du den ersten Tischabend erlebt?

Ich hatte ehrlich gesagt überhaupt keine Vorstellung was ein Tischabend ist oder wie so etwas abläuft. Ich fand mich plötzlich in einer Runde junger Männer wieder, die sich kurz vorstellten und dann über aktuelle Themen und Projekte in und rund um Bonn unterhielten. Es ging um das Einsammeln von Weihnachtspäckchen und die Auswertung der letzten Serviceaktionen. Ich war begeistert von der lockeren Atmosphäre, in der gemeinsam soziale Projekte für Kinder und Jugendliche besprochen bzw. geplant wurden.

An welchen Aktionen warst du während deiner Zeit als Aspirant beteiligt?

Als die gesammelten Päckchen für den Weihnachtspäckchenkonvoi auf einen LKW verladen werden musste, war ich das erste Mal selbst an einer Aktion beteiligt. Es hat mich sehr beeindruckt zu sehen, dass die Jungs knapp 1000 Päckchen in Bonn und Umgebung bei Kindergärten und Schulen gesammelt haben, die dann Anfang Dezember im Konvoi nach Osteuropa zu den dort lebenden Kindern gefahren wurden. Selbst mit anzupacken und hier gemeinsam für so eine tolle Sache zu arbeiten, war ein tolles Gefühl. Noch während der Aspirantenzeit war ich dann auch daran beteiligt im Rahmen des NSP zu evaluieren, ob wir in Bonn eine eigene Bananenflankenliga aufbauen und etablieren können. … Nunja, für mich ist es zu einem Herzensprojekt geworden, für das sich jede Minute des Engagements lohnt und das ich wohl noch etwas länger begleiten werde.

Gab es während deiner Zeit als Aspirant ein bestimmtes Highlight oder ein Schlüsselerlebnis?

Wenn ich ein bestimmtes Ereignis rausgreifen soll, dann ist es wohl ein offenbar schon zur Tradition gewordenes Treffen am Samstag von „Pützchens Markt“ bei einem der Tabler zu Hause. Ich lernte dort nicht nur weitere Tabler des Tisches und zum Teil auch deren Familie kennen, ich merkte auch, dass die Gemeinschaft von Round Table über das Engagements zu sozialen Projekten hinausgeht. Das Motto „Meet very old friends for the very first time“ war für mich an diesem Abend das erste Mal greifbar, denn hier habe ich tolle Menschen abseits der Tischabende kennenlernen dürfen, die ich heute zu meinen Freunden zählen darf.

Was macht Round Table aus deiner Sicht so einzigartig? (z.B. im Vergleich zu anderen Service-Clubs?)

Auf der einen Seite klingt die Altersgrenze von 40 Jahren zunächst ungewöhnlich und seltsam. Aber sie stellt sicher, dass durch neue Tabler immer wieder neuer Schwung und neue Ideen hinein kommen und sich Round Table somit quasi fortwährend immer wieder neu erfindet. Wenn man diese Dynamik nun mit dem „Hands On“-Gedanken kombiniert, welcher die Tabler eher zum aktiven „Anpacken“ motiviert als nur zur reinen Spendengenerierung, dann ist das m.E. die Einzigartigkeit, durch die sich Round Table sehr deutlich und äußerst positiv von anderen Service Clubs abhebt.

 

 

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